Wer kennt es nicht: ein Stau von angeblich zehn Kilometern wird im Radio angekündigt. Egal ob es nun der Stau von angeblich zehn Kilometern ist und der dann letztendlich nur halb so lang ist oder ob diese Verkehrsbehinderung schon der Vergangenheit angehört. Angesichts von beispielsweise drei Kilometern zähfließendem Verkehr auf der Autobahn macht die Umleitungsempfehlung wenig bis überhaupt keinen Sinn und bevor die Reifenteile auf der Fahrbahn gemeldet werden, sind sie meist schon wieder weggeräumt und die angeblichen Fußgänger und Radfahrer verschwunden.
Solche und ähnliche Fehler liegen in der Natur des Systems weil Verkehrsbehinderungen manuell "von Hand", das heißt durch Autofahrer, ADAC- Mitarbeiter, Polizisten usw. aufgenommen und an anderer Stelle bearbeitet werden. Darunter leidet natürlich die Aktualität.
Abhilfe schaffen hier die modernen Navigationsgeräte. Diese sind als fest eingebaute Variante die oftmals im Autoradio integriert ist und als mobiles Gerät das man mittels Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigt und bei Bedarf wieder ablösen und mitnehmen kann, erhältlich.
Zu den Besonderheiten einiger Modelle gehört die sogenannte „MapShare-Technik“. Dieses Verfahren macht es möglich, das Kartenmaterial jederzeit selbst zu aktualisieren und im gleichen Moment auf die Aktualisierungen anderer Anwender zuzugreifen. Ein ganz großer Vorteil hierbei ist dass diese Modelle auf diese Art und Weise jederzeit uneingeschränkten Zugriff auf brandaktuelle Karten haben.
Vor Verkehrsstaus, Bau- und Gefahrenstellen wird rechtzeitig gewarnt da die Bluetooth-Funktion des Mobiltelefons das Navigationsgerät mit den nötigen Informationen aus dem Internet versorgt.
Sämtliche Informationen können über einen 4,3 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) abgerufen und eingegeben werden. Die 3D-Grafik macht es möglich, einen umfassenden Überblick über die Umgebung zu erhalten. Als Kartenmaterial soll ganz Westeuropa gespeichert sein.
Zu den weiteren Funktionen gehört die Spracherkennung die die mündliche Eingabe des Zielortes erlaubt. Manche Modelle lassen sich sogar als Freisprecheinrichtung für das Handy nutzen. Hierbei nimmt die Bluetooth-Funktion des Handys Kontakt mit dem Navigationsgerät auf.
Über eine Satellitenantenne empfängt das Navigationsgerät die von GPS-Satelliten (Global Positioning System) ausgesendeten Signale, durch die sich jederzeit und allerorts die genaue Position des Fahrzeugs bestimmen lässt.
Das eingebaute Gyroskop (elektrischer Kompass) und ein Tachosensor liefern die notwendigen Daten, die das Navigationsgerät zur exakten Routenberechnung benötigt. Man gibt nur das gewünschte Ziel ein und schon leiten Piktogramme oder Karten und eine variabel nach Geschmack einstellbare Stimme durch den Verkehr. Und sollte man doch mal vom "rechten Weg" abkommen, das Navigationsgerät führt immer zielsicher zurück.
Grenzen gibt es praktisch keine. Diese werden durch die immer schnelleren Fortschritte in der Technologie regelmäßig überschritten. Die einzige Grenze bleibt wohl dass ohne Strom aus dem Zigarettenanzünder nichts geht. Aber dies ist wahrscheinlich auch nur noch eine Frage der Zeit.